hiit

(Quelle: obs/Fitness First Germany GmbH)

 

Natürlich hat sich auch die Sportwissenschaft längst dem HIIT gewidmet.
Bereits 2009 wollten Wissenschaftler der Heriot-Watt University Edinburgh in Schottland sowie schwedische Forscher der Stockholm University die gesundheitlichen Auswirkungen des High-Intensity Interval Trainings überprüfen.

Sechzehn junge normalgewichtige, aber untrainierte Männer führten zwei Wochen lang unter Aufsicht HIIT durch. Dabei wurde nur dreimal pro Woche trainiert – der Trainingsumfang wurde Schritt für Schritt gesteigert überstieg aber nie 26 Minuten pro Einheit.
HIIT begann nach der Aufwärmphase (Warm-up) mit einem Sprint von 30 Sekunden auf dem Hometrainer. Der Widerstand betrug 7,5% vom Körpergewicht. Anschließend folgte die Erholungsphase mit 4 Minuten, in der langsam und ohne Widerstand weiter gefahren wurde.
– Dieses Intervall wurde an den ersten beiden Trainingstagen vier Mal wiederholt (Gesamttrainingsdauer ca. 17 Minuten).
– Am dritten und vierten Trainingstag steigerte man die Wiederholungen auf fünf.
– Am fünften und sechsten Trainingstag auf sechs, was dann einer Gesamttrainingsdauer von etwa 26 Minuten entsprach.

Die Männer strengten sich also in Wirklichkeit nur zwei bis drei Minuten lang richtig an – und dennoch war der gesundheitliche Effekt auffallend:
Vor und nach dem Training untersuchte man die Blutzucker-, Insulin- und Blutfettwerte. Es zeigte sich, dass bereits nach zwei Wochen alle Werte gesunken waren, die Blutzuckerwerte um 12%, die Insulinwerte um 37% und die Blutfettwerte um 26%.
Die Forscher schrieben daraufhin, dass HIIT schon bei minimalem Zeitaufwand die Insulinsensitivität der Zellen derart beachtlich verbesserte, dass HIIT ganz hervorragend dem metabolischen Syndrom (gleichzeitiges Vorliegen von Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und hohen Blutfettwerten) und seinen Gesundheitsgefahren vorbeugen könne.

Wie aber sieht es nun aus wissenschaftlicher Sicht mit der Fettverbrennung aus?
Forscher der School of Medical Sciences der University of New South Wales in Sydney/Australien zeigten im Jahr 2012 in einem 12-Wochen-Versuch, dass HIIT das Bauchfett der Studienteilnehmer im genannten Zeitraum um 17% reduzierte.
Die Teilnehmer waren allesamt übergewichtig. Sie führten drei Mal wöchentlich à 20 Minuten HIIT durch. Die Probanden nahmen jedoch nicht nur ab und erhielten dadurch eine schlankere Taille. Auch ihre Ausdauer (aerobische Leistung) verbesserte sich um 15%.
Eine Studie an älteren Typ-2-Diabetikern erbrachte nach achtwöchigem HIIT zwar keine Veränderungen bei der Gesamtkörpermasse, jedoch eine Abnahme des Bauchfettes (viszerales Fett) um bis zu 44%.

(Quelle: www.zentrum-der-gesundheit.de)